Bremen 2008

aus Messingdolle

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Zu Gast beim rvosch 2008

Ein ordentlicher Schuss Bremen-Wetter gepaart mit einer Vielzahl an Wanderfahrt-Greenhorns. Das bildete sozusagen den Rahmen um die bekannten W-Fragen:

Was? - Kinder- und Jugendwanderfahrt

Wo? - Osterholz-Scharmbeck/Bremen

Wann? - 30.09. - 05.10.2008

Wie? - Mit u.a. Neckar und Lahn auf Hamme, Wümme und Co. rudern


Tag 1 - Anreise
Und schon wieder erfreute sich diese letzte Gelegenheit des Jahres, einer Ausfahrt auf anderen Gewässern als dem Rhein, großer Beliebtheit. Die Liste am Bootshaus war schon recht schnell voll und so bedurfte es wieder zweier Vereinsbusse um alle Ruderwilligen gen Norden zu befördern. Dies geschah am 30.September in 2 Etappen. Die erste Gruppe traf sich des Morgens um Achte und riggerte die mitzunehmenden Boote Neckar, Lahn, Freya und Hera ab und lud diese auf den Hänger. Das Ziel wurde dann am frühen Nachmittag erreicht. Der zweite Bus mit Langschläfern und der auch an diesem Tag noch arbeitenden Teilnehmern erreichte das Bootshaus neben Tietjens Hütte am späten Abend. Alle Boote waren zur Benutzung hergerichtet, die Schlafplätze eingerichtet und das Abendmahl angerichtet. Mit dem einen oder anderen Kartenspiel klang dieser erste Tag dann auch gemütlich aus.

Tag 2 - Ofen(sch)maus und seltene Regenpausen
Finde den Fehler hieß es dann als man die Ursache des morgendlichen Stromausfalls gefunden hatte. Ein jeder der wollte ging in die Küche um am halbwegs aufgeschraubten Ofen diese jene Ursache kopfschüttelnd zu sehen: Eine kleine Maus hatte sich ihren Weg in den Ofen hinter die Knöpfe gebahnt und an kleinen Kabeln rumgeknabbert. Und darum flog jedes Mal, wenn wir den Ofen anmachten, die Sicherung raus und das Haus war stromlos. Aber auch das änderte sich durch die Ursachenforschung und -findung, die allerdings erst nachmittags in Angriff genommen wurde und somit konnte man sich von der Befürchtung, während der Wanderfahrt keinen Ofen zur Verfügung zu haben, schnell wieder befreien. Rudertechnisch führte uns dieser Tag von Bremen-Borgfeld zum Bootshaus nach Osterholz und wettertechnisch zu gänzlich durchnässter Ruder- und sonstiger Bekleidung. Was ein Regen. Einzig die Mittagspause vor der Schleuse Ritterhude brachte keinen Niederschlag von oben. Der Wind wehte auch nicht gerade wenig (sodass wir auf dem letzten Teilstück sogar auf der Hamme teilweise Hochscheren mussten, weil der Wind das Wasser aufpeitschte) und die zum Teil sehr kräftig herabfallenden Wassergüsse führten hinterher zu einer Belagerung sämtlicher im Bootshaus vorhandenen Heizkörper um besagte Kleidung wieder in einen trockenen Zustand zu bekommen. Nach erfolgter Umkleidung machte sich alsbald die Einkaufstour los und die Vorbereitungen für das Abendessen wurden in Gang gebracht. Vor und auch nach dem Genuss des Tortilla-Auflaufs fanden sich einige Kartenspieler zum Doppelkopf und Idioten-MauMau zusammen. Wie immer auf alle drei potentiellen Schlafräume verteilt, fanden alle Teilnehmer dann am späten Abend zur Ruhe.

Tag 3 - Verwaiste Bushaltestellen und doch wieder nass
Also im Prinzip hatten wir ja im Vergleich zum Vortag noch richtig Dusel mit dem Wetter. Mit z.T. ordentlichem Schiebwind versehen ruderte es sich ganz entspannt über Hamme und Wümme und hinter der Schleuse Dammsiel auf der kleinen Wümme in Richtung „Müllschleuse“, wo wir -wie immer- eine kastanienreiche Mittagspause einlegten. Nach dieser machten wir uns auf unsere Botaniker-Zertifizierung wieder auf den aktuellen Stand zu bringen, sprich: wir beruderten den Torfkanal zum Torfhafen in Bremen-Finndorf. Dort fanden wir oberhalb der Anlegemöglichkeit eine kleine umglaste Bedachung vor, die nicht besonders frequentiert schien, was nach ersten Analysen daran lag, dass diese Bushaltestelle aufgrund der davor liegenden Straßensperrung nicht angefahren werden konnte. So nutzen wir diese Unterstellmöglichkeit um dem ersten etwas längeren kräftigen Schauer nicht schutzlos ausgesetzt sein zu müssen. Nach dem auch die Rückkehrer vom nahe gelegenen Bremer Hbf wieder unter dem Haltestellendach eingetroffen waren, starteten wir zum letzten Teil der Tagesetappe. Diese führte uns zum Bremer Segelverein an der Schleuse Kuhsiel und war die letzten wenigen Kilometer vor dem Ziel wieder mit nassem Gut von oben versehen. Dieses Mal nur halb durchnässt bestiegen wir mit Sack und Pack die Busse und fuhren gen Bootshaus Osterholz. Dort angekommen ähnelte wie auch an den anderen Tagen der Ablauf dem des Vortages. Zu Speisen gab es Tomatensuppe, Kürbisrisotto und Obstsalat.

Tag 4 - Zick-Zack im Maschinenfleet und Extra-Tour auf der Wümme
Für diesen Tag war die langfristige Wettervorhersage im Gegensatz zur kurzfristigen wesentlich exakter. Denn erst seit dem gestrigen Tag war für heute auch wieder regnerisches Wetter angesagt, dieses blieb aber vollständig aus. Da störte uns auch der Wind wenig, der uns auf dem ersten Teilstück von Kuhsiel zurück zur „Müllschleuse“ entgegen blies. Viel mehr Probleme bereitete da mal wieder die Lahn, die sich ein weiteres Mal als unbrauch- bzw. unsteuerbar für Leute mit längeren Beinen auswies, da man nämlich zwar noch leicht nach Steuerbord aber so gut wie überhaupt nicht nach Backbord lenken konnte. Dies führte zu erheblichen ufernahen Schlingerkursen und zu wiederholtem Kopfschütteln, verbunden mit der Frage, welcher Idiot denn für so eine Konstruktion verantwortlich ist. Dadurch konnte die Lahn auch während der Fahrt auf der kleinen Wümme zum größten Teil nur durch behutsames Daherschleichen glänzen. Nach dem Abzweig auf den Maschinenfleet wurden im Laufe in einigen Booten die ein- oder anderen Besatzungsmitglieder angeregt doch mal alleine etwas fürs Weiterkommen des Bootes zu tun, damit die anderen ihre Ruderpause etwas ausdehnen konnten. Angekommen an der Umtrage-Stelle wurde gerastet und natürlich auch die Stelle zum Wiedereinsetzen der Boote so gut es ging entschlammt. Allerdings setzten sich an dieser Stelle die Steuerleute ins Boot um zum danebengelegenen Steg zu rudern und dort den Rest der Mannschaft in Empfang zu nehmen. Nach der Rückkehr auf die Hamme über die Lesum entschieden sich 5 Teilnehmer noch mit dem Neckar die Wümme runterzudüsen, während der Rest auf direktem Wege durch die Ritterhuder Schleuse zum Bootshaus rudert. Gesagt getan, mit Schiebewind ließen sich die letzten Kilometer locker angehen und kurz vor dem Ziel traf man noch auf zahlreiche Segler, die sich den Wind zunutze machten und im Bereich vor dem Bootshaus zugange waren. Der Abend mundete bei Zwiebelkucken und Herrencreme und mündete wiedermal in Kartenspiel-Runden.

Tag 5 - Einmal Teufelsmoor und zurück und Schokolinsen in Worpswede-City
Die Hand von Thassilo sah mit den leichten Verfärbungen nicht gut aus und nach kurzer Beratung entschloss man sich für einen Kurzbesuch am Krankenhaus. Drei weitere Teilnehmer setzten mit aus und somit konnte der von den Wümme-Fahrern aufgeladene Neckar direkt bleiben wo er war und wir ruderten mit Lahn, Hera und Freya die Hamme zur Schleuse Teufelsmoor, die wir dank Schiebwind auch zügig erreichten. Zu zügig um hier schon die Mittagspause abzuhalten, es war ja schließlich mal gerade viertel vor Elf. Also ruderten wir nach kurzer Pause zurück nach Neu-Helgoland, wo die anderen Fünf schon auf uns warteten (bzw. hinter einer Hecke in der vorletzten Kurve vor Neu-Helgoland auflauerten und Fotos schossen, siehe Bildergalerie). Gemeinsam erleichterten wir die beiden Fresstonnen und teilten uns in drei Gruppen auf. Die fünf Nichtruderer fuhren zurück nach Osterholz, fünf weitere ruderten in der Lahn zurück und die restlichen Sechs machten sich erstmal zum traditionellen Fußmarsch nach Worpswede-City auf. Einen Zwischenstopp legten wir vor einem Getränkemarkt ein, leerten einen Becher m&m’s und sinnierten über dies und das. Auf dem Rückweg ging es natürlich auch über den Bahnhof, allerdings mal wieder zu einem Zeitpunkt, an dem vorerst kein Zug kam. Wieder in Neu-Helgoland zurück waren Freya und Hera zum Glück noch heile dort und wir starteten zu den letzten Kilometern dieser Wanderfahrt, auf denen Andreas noch mal seinem Spitznamen Mr. Competition alle Ehre machte und seine Mitstreiter Daniel M. und Mattes zu Höchstleistungen triezte. Nach dem Mahl am Abend (es gab Semmelknödel und Thai-Curry) fuhr die erste Gruppe bereits gen Heimat und die zweite Gruppe verbrachte einen entspannten Abend.

Am folgenden Tag machte sich auch Gruppe Nummer zwei mitsamt beladenem Hänger auf den Heimweg und nach Erreichen des Bootshauses in Stammheim am späten Mittag trafen sich nochmals große Teile beider Gruppen um die Boote wieder aufzuriggern und den recht üppigen Teil der übrig gebliebenen Lebensmittel unter sich aufzuteilen.

Insgesamt hat die Wanderfahrt allen Beteiligten Spaß bereitet und auch den Neulingen dürfte diese Tour Lust auf mehr gemacht haben…


Und hier wie immer noch einige Stichpunkte für Insider:

  • Mechthild zum Abschluss zu Jonas: „Danke, dass du mit mir geredet hast“
  • Zucker ist nicht gleich Zucker
  • IdiotenMauMau ist wirklich nichts für Simpsons-Süchtige
  • es hat schon wieder aufgehört nicht so stark zu regnen
  • die Pferdedame von Worpswede


Mattes


Teilnehmer: Sebastian Bothe, Daniel Budszus, Frank Mackedanz, Mechthild Langenfeld, , Guido Leutz, Beate Ockelmann, Niklas Friedel, Jonas Boll, René Wigbels, Thassilo Bücker, Thorsten Ockelmann, Sebastian Haase, Florian Kaulhausen, Daniel Müller, Matthias Lehmann

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