Hamburg 2009

aus Messingdolle

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Jugendwanderfahrt Hamburg 2009


Was? Rudern, was sonst?
Wo? Bei den Wikingern in Hamburg
Wann? 9. – 14. April 2009
Wie? mit Ratibor und Neckar auf Elbe, Alster und Co.
Warum? Rudern macht Spaß!


Nichtrudertag 1: Abfahrt, pennen im Bus und Ankunft

Wieder einmal gab es die Gelegenheit auf anderen Gewässern zu rudern als auf dem Rhein und wieder einmal war die Fahrtenliste rappelvoll. Die Teilnehmer benutzten den schon bewährten Vereinsbus und zwei Privat-PKW’s. Die Gruppe im Bus bestand aus sechs Personen. Die Abfahrt verzögerte sich jedoch um 45 min, da Mattes mit seinem Geburtstagskuchen vorbeigekommen war um diesen mit uns zu teilen und uns erst nach den ihm gebührenden Glückwünschen, fahren ließ. Die Busfahrt war höchst unterhaltsam, da ein Drittel des Busses schlief, ein Drittel laut mit Kopfhörern Musik hörte und an den Kontrollen der Belüftung herumfummelte und das letzte Drittel höchst konzentriert den Bus steuerte oder mit dem Navi kämpfte. Da wir ohne Umwege unser Ziel gegen 10 h erreichten, nehme ich an, dass das Navi bezwungen wurde. Nach einem späten Abendmahl, bestehend aus Würstchen, Kartoffeln und belegten Broten, fielen wir erschöpft auf unsere LuMa’s.


Rudertag 1: Die Bille und Odyssee ohne Odysseus

Wir begannen den Tag mit einem üppigen Frühstück, da wir ja nicht wussten, was auf uns zu kommen würde. Weiter ging es mit dem Aufriggern der Boote, wo sich der Chronist, mangels Werkzeug, dezent im Hintergrund hielt. Als die Boote dann endlich im Wasser lagen, ( der Steg war wohl noch aus der Zeit der Wikinger) ruderten wir frohgemut in Richtung Billwerder Bucht. Nach einem kleinen Ausflug in den Stichkanal und einer langen Odyssee durch die Kanäle und einer herzhaften Mittagsmahlzeit mit Hintergrundsound der beliebten A1, erreichten wir schließlich den Billwerder Ruderverein, wo wir eine längere Pause einlegten. Darauf beschlossen wir, demokratisch wie wir sind, zu unserem Domizil zurück zu rudern. Der Tag endete mit Pizza satt und einem viertel Kasten Bier für Ü16 – Teilnehmer.


Rudertag 2: Die Dove Elbe und eine Schleuse Vorsprung

Wir starteten, frisch gestärkt nach einem , wie immer opulenten Frühstück, mit Vollgas auf die Elbe. Wir erreichten die Dove Elbe ohne nennenswerte Zwischenfälle und schossen in die ? – Schleuse. Nach ein paar Begegnungen mit Rennruderern, die leider nicht vom 12THC waren, und einigen Seglern erreichten wir die Krapphofer Schleuse. Als Belohnung gab es etwas zu Essen und Pause bis drei Uhr. Die Pause fiel erstaunlich süß aus, da Florian uns einen Kuchen mitgebracht hatte. Eigentlich wollten wir noch nicht gleich zurückrudern aber, da die Schleuse kaputt war und keiner Lust hatte in den Neuengammer Durchstich zu fahren hatten wir keine andere Wahl. Die Mannschaft der Ratibor hatte wohl nicht genug Pause gemacht, da sie nach kurzer Zeit wieder Pause machten, um den letzten Rest Kuchen zu verspeisen. So kam es, dass wir lange vor ihnen am Bootshaus ankamen und eine Schleuse Vorsprung hatten. Die geplante Grillparty fand statt und der Tag klang mit Koteletts, Würsten und Bier(nur für die üblichen Verdächtigen) aus.


Rudertag 3: Das Ü-Ei hinter der Heizung und „Jonas dusch doch mal!“

„Heute werden wir schnell wach, denn heut is Ostersonntach“. Natürlich war unser Jugendwert auf die famose Idee gekommen Schokoeier zu verstecken, die von den jüngeren Teilnehmern gesucht wurden. Ein Versteck war besonders gut: Wer vermutet schon ei Ü-Ei hinter dem Warmen Heizkörper. Zu unser aller Freude war die Schokolade noch essbar. Das frühstück fiel anders aus als gewohnt. Dank einer neuen Eier-Reform gab es nun nur noch weiche-harte, harte-harte und ganz-harte Eier. Rudertechnisch war jedoch auch einiges los. Wir ruderten erst in die Speicherstadt und hatten eine mehr oder weniger lustige Begegnung mit drei Touristen-Barkasse. Nach zwei Schleusen und einem Fontainenabenteuer erreichten wir schließlich die Außenalster. Dort ruderten wir in ein paar kleinen Kanälen herum und aßen bei einem schönen kleinen Kanuverein zu Mittag. Als unsere Mittagspause sich dem Ende entgegenneigte, ruderten wir noch ein paar Kilömeterchen bis wir am Verein ankamen wo wir unsere Boote über Nacht lassen wollten und mit den üblichen kleinen Wehwehchen fuhren wir mit Bus und Bahn zurück zu den Wikingern. Zurück im Bootshaus zwangen wir Jonas zu duschen(zum ersten Mal auf dieser Wanderfahrt, da ihm die Duschen nicht gefielen).


Rudertag 5: Das praktisch geniale Wendemanöver auf der Alster und die fast trockene Dusche

Wir im Neckar hatten uns das eigentlich anders vorgestellt. Wir hatten geplant die Alster nach der Umtrage bis zur stillgelegten Schleuse hoch zu rudern mussten, aber feststellen, dass es ein bisschen zu eng dafür wurde. So kam es, dass Sebastian und Guido ausstiegen und unseren spontanen „Notfallplan“ in die Tat umsetzten: die enge Wende. Das Manöver war schlicht genial und nach ein paar Minuten und nassen Füßen, ging es wieder die Alster abwärts. Um diese von Sebastian und Guido vollbrachte Leistung zu feiern, hielten wir lange genug an der Frittenbude um uns mit einer Portion Pommes(jeder eine, so sind Ruderer nicht)die jeder sich selbst bezahlte(sag ich doch). Währendessen war die Ratibor, die uns nicht hatte begleiten wollen längst am Mittagspunkt und wir erreichten sie mit 20 Minuten Verspätung, aber unser Trip hat sich gelohnt. Der Rest des Tages verlief, bis auf einen Beinaheunfall mit einer Barkasse, eher ruhig. Doch am Abend gelang es zwei von uns die Dusche wenigstens zum Teil trocken zu legen, was auch ein Lob des Fahrtenleiters nach sich zog.


Nichtrudertag 2: Abfahrt, Stau bei Bremen und Ankunft

Nun da es wieder zurück ging waren alle aufgeregt und bis Bremen geschah auch nichts unvorhergesehenes. Dann kam er: der STAU. Er war 12 Kilometer lang und es ging nicht vor und nicht zurück. Notgedrungen beschlossen wir eine kurze Fresspause einzulegen, d.h. Bananen(denn die machen ja bekanntermaßen glücklich) essen und relaxen. Grund des Staus: ein liegengebliebener Schwertransporter. Nach 1.5 Stunden waren wir draußen und fuhren weiter in Richtung Köln. Nachdem die Boote geputzt und weggeräumt waren, was einige Zeit in Anspruch nahm, da wir auf Daniels Geheiß die halbe Bootshalle umräumen mussten, trennten sich unsere Wege.

Die besten Sprüche:
- Jonas dusch doch mal
- Kettensäge an und los
- Ei ist nicht gleich Ei
- Gib mir mal die harten-Harten


Ein Bericht von Niklas Friedel

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