Hamburg Ostern 2007
aus Messingdolle
Osterwanderfahrt Hamburg 2007
- 05.04. - 10.04.07 -
Ostern steht Hamburg auf dem Terminplan.
Später als geplant setzten wir uns am 05.04. Richtung Hamburg in Bewegung. Es ging los mit einem Stau, gefolgt von einem Stau und endete mit einem Stau. Gegen 22.00 Uhr hatten wir unser Ziel dann endlich erreicht. Nach unserer Ankunft durften die Teilnehmer Stefan, Daniel, Matthias (Mattes), Sebastian, Frank und ich (Alexander) in dem gemütlichen Bootshaus der Wikinger Platz nehmen. Trotz später Stunde wurde noch gekocht und natürlich auch gegessen. Kurz danach - mit vollen Bäuchen - ließ sich jeder in seinem Schlafrevier nieder.
Am nächsten Tag (Karfreitag), nach einem gemütlichen Frühstück, erkundeten wir mit unseren Booten Hera und Mosel erst einmal die Umgebung. Wir starteten an unserem Bootshaus an der Norderelbe, von wo aus wir zur Schleuse ruderten, um auf das Niveau der Bille geschleust zu werden. Vorbei ging es an einem großen Industriegebiet und durch uns noch unbekannte Stichkanäle, an einem Wohnghetto entlang und unter einer Autobahnbrücke führte der Kanal in eine Sackgasse, wo wir rasteten. Petrus meinte es nicht gut mit uns: er schickte uns Regen. Mattes testete die Reaktion der Autofahrer (weil ja nahe der Autobahn), indem er ihnen sein Handy entgegenhielt. Die meisten bekamen wegen zu hohem Tempo ein schlechtes Gewissen und traten in die Bremsen. Weiter ging’s - nach dem Regen - durch einen scheinbar endlosen Stichkanal, anschließend durch eine Schrebergärtenlandschaft, mit vielen Villen Kunterbunt. Unser Hauptstopp war an dem Bootshaus des Rudervereins Bille. Wir waren mittlerweile fast zu Frostbeulen erstarrt. Stefan und Sebastian fehlte der Kaffee. Wenig überraschend führte der Rückweg also am Mc Row vorbei. Hier gab’s dann für die beiden eine Kaffeepause. Nach dieser Pause kam für mich die Herausforderung: ich durfte zum ersten Mal fußsteuern und hab bestanden: wir kamen ohne Zwischenfälle zu unserem Gast-Bootshaus zurück. Dies war der erste Streich und der zweite folgt am nächsten Tag.
Samstag: Zunächst ging es -mit gleicher Bootsverteilung wie am Vortrag- durch die beeindruckende Speicherstadt. Um den Alsterwasserstand zu erreichen schleusten wir durch zwei Wasser-Aufzüge (Rathausschleuse und ). Hier gab es viele Zuschauer, sodass wir uns überlegten, ob es für den Schleusenwärter nicht lukrativer sei, von den Zuschauern Geld zu nehmen anstatt von uns. Nach dem Öffnen des letzten Schleusentores schallte Musik von Straßenmusikanten aus den prunkvollen Arkaden am Jungfernstieg - wahrscheinlich extra für uns ;-). Wir ruderten quer über die Alster und probierten alle möglichen Stichkanäle aus. Die Alster liefert ein vielschichtiges Panorama: die Architektur reicht von Industriebauten über Wohnblocks aus Beton bis hin zu den traumhaftesten Villen, deren Gärten größtenteils direkt in der Alster auslaufen. Gerastet wurde nahe einer Kirche namens St. Gertrud. Hier leistete Frank gekonnt dedektivische Arbeit: aus dem Wasser barg er einen Personalausweis. Unseren Ruderperfektionismus haben wir - denke ich - bewiesen: ständig musste man irgendwelchen Barkassen, die plötzlich auftauchten, weil sie immer um die Ecke “schossen”, ausweichen. Wir besuchten noch einen anderen Ruderclub, um dort "LECKEREN" Kartoffelsalat mit “kleinen Überraschungen” und selbstgebackenen “kleinen” Hefezopf zu genießen. Bei unserem Picknick wurden wir von vielen Leuten hinter Glas (Touristen in vorbeifahrenden Barkassen) beäugt. Gestärkt sind wird dann noch einmal ein ordentliches Stück gerudert bis zu einem weiteren Bootshaus (Wandsbeker Ruderverein), wo wir unsere Ruderboote liegen ließen. Dann ging es per Bahn zurück zu unserem Gastbootshaus. Abends unternahmen wir einen Ausflug zum Hamburger Dom, wo mir Sebastian und Daniel die wilde Maus vorstellten und beteuerten “nur die Haarden kommen in den Gaarden”!
Neuer Tag, neues Glück: heute - Ostersonntag - ging’s ins Labyrinth der Hamburger Kanäle. Ohne Stadtplan= geringe Chance, hier wieder rauszukommen. Gerastet wurde an einem Steg am Osterbekkanal. In unmittelbarer Nähe sichteten wir ein scheinbar abgebranntes Osterfeuer. Der Wind ließ die Restglut extra für uns wieder aufglühen - das Feuer entzündete sich wieder. Sebastian gefiel das aber nicht, füllte die Fresstonne, natürlich ohne Inhalt, mit Wasser und versuchte so, dem Feuer den Garaus zu machen. Drei Wasserladungen, und das Feuer war immer noch nicht aus. Alexander kam zur Hilfe - und veranstaltete eine “kleine” Sauerei: der Aschebrei versaute den ganzen Weg. Durch viele kurvenreiche Kanäle ging’s nach diesem Zwischenstopp zurück über die Alster Richtung Wikinger Bootshaus, wo wir auf dem letzten Teilstück dank kräftigem Schiebwind "die Segel setzen konnten". Am Abend folgte André unserer Einladung zum Essen. Wichtiges und viel Unwichtiges wurde besprochen.
Ostermontag - Herzlichen ‘Glücksstrumpf‘, Mattes! Mattes bekam - weil Geburtstag und Ostern - einen Osterhasen (Schokolade) geschenkt, leider war er nicht schnell genug, ein anderer hat ihn gegessen.... André von den Wikingern ruderte heute mit uns. Es war die Dove-Elbe-Tour angesagt: Wir ruderten die Elbe ein Stück abwärts, dann wurde geschleust, wonach es auf eine Regattastrecke ging, auf der wir aber konkurenzlos waren, weil die einzigen dort. Die nächste Etappe war ein sehr langer aber extrem schmaler Wasserweg (zur Bewässerung der angrenzenden Felder), noch viermal um die Ecke und wir waren an einem Bootshaus in Bergedorf. Es war ziemlich windig, einer der Ruderer des Vereins war so nett und bot uns an, im warmen Bootshaus zu rasten. Ein netter Herr, der uns gut unterhielt. Auf der Rückfahrt kämpften wir dann gegen den Wind. Und zwar so richtig. Wieder in Veddel angekommen, riggerten wir die Boote ab und luden alles wieder auf und in den Hänger. Unseren letzten Tag bzw. unseren letzten Abend ließen wir gemütlich ausklingen.
Der Dienstag bestand nach dem Frühstück nur noch aus Sachen zusammenpacken und putzen, sodass wir am frühen Vormittag die Rückreise antraten.
Alexander
Edit von Mattes:
Und hier wie immer noch einige Stichpunkte für Insider:
- Käpt'n Prüsse is überall
- HP 02 Baxxter (englisch ausgesprochen)
- Halt doch mal den Schnabel! (und prompt war die Ente ruhig)
- warme Toiletten in der verbotenen Zone
- André weiß fast alles (was uns zumeist nicht interessiert hat)
- Sollen wir den Kartoffelsalat dort an dieses Glashäuschen applikieren?
