Kilometerfresser

aus Messingdolle

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Die arbeiten am Kilometerfresser

Arbeitsstunden am Km-Fresser

Ansprechpartner für die Arbeiten am Km-Fresser: Johannes


Inhaltsverzeichnis

Das Boot

Der Kilometerfresser ist ein Klinker 2er ohne Steuermann. Von der Bauweise ein schönes und vor allem leichtes Boot aus der Empacher Werft. Doch der derzeitige Zustand lädt nicht mehr zum Rudern ein. Um das zu ändern habe ich mir vorgenommen das Boot ähnlich wie die Freya zu restaurieren. Natürlich ist das nicht ohne die fachliche Unterstützung von Daniel und die praktische Hilfe von allen anderen möglich, zumal ich demnächst aus Köln wegziehe und dem Boot nicht mehr so viel Aufmerksamkeit widmen kann.

Der erste Schritt:

Bevor man anfängt seine Freizeit an ein Holzboot zu verschwenden, was keiner mehr rudern will, sollte man es vorher wenigstens einmal gefahren sein, sofern das denn noch möglich ist. Also das Boot aus dem Regal geholt, aufgeriggert und die Einzelteile aus dem ganzen Bootshaus zusammengesucht und montiern. Kaum hatten wir das Boot ins Wasser gesetzt, sprudelte das Rheinwasser auch schon ins Innere. Außerdem waren die Ausleger nicht hoch genug, um die Skulls vernünftig über dem Wasser führen zu können. Doch alles in allem ein Boot, das noch lange nicht schrottreif ist und die besten Zeiten noch vor sich hat.

Der zweite Schritt:

Erst einmal alles was nicht niet- und nagelfest ist ausbauen. Dazu gehören die Stemmbretter, Rollschienen, Bodenbretter, das Fußsteuer... Vieles davon lohnt auch nicht mehr, um es nocheinmal einzubauen, aber das kommt erst später.

Der dritte Schritt:

Nun musste der übrig gebliebene Rohbau des Bootes abgeschmirgelt werden. Da der Innenausbau größtenteils ersetzt werden muss, blieben in der Hauptsache die Planken von innen und außen. Aber Arbeit genug die verschiedenen Lackschichten in mühevoller Handarbeit zu entfernen. Praktisch erwies sich wiedereinmal, den Lack vorher zu erhitzen und dann mit einem Schaber einfach abzukratzen.

Der vierte Schritt:

Dann stellte sich die Frage, womit macht man jetzt weiter? Was baut man als erstes aus? Vorsichtig haben wir nur jede zweite Spante entfernt, um die Stabilität der Bootsform nicht zu gefährden. Da der untere Umriss der Spanten bis zur Unkenntlichkeit vergammelt war, mussten Pappschablonen angefertigt werden, um neue Spanten aussägen zu können. Die ersten vier sind jetzt fertig und bereits abgeschliffen und lackiert.

Der fünfte Schritt:

Nachdem die ersten vier neuen Spantein den KM-Fresser eingepasst und provisorisch eingesetzt wurden, konnten die restlichen Spante entfernt und ebenfalls mit Hilfe von Pappschablonen neue Spante angefertigt werden. Diese sind mitlerweile ebenfalls fertig lackiert und provisorisch eingesetzt. Im nächsten Schritt wurden einige der kleineren Streben ausgebaut, um neue anzufertigen.

Jetzt noch ein paar letzte Schritte

Das ist der momentane Stand der Dinge, was den Kilometerfresser angeht. Vor seiner zweiten Jugfernfahrt muss wohl noch so einige Arbeitsstunde geleistet werden. Ich bin jedoch sicher, dass sich die Arbeit lohnt und ein guter 2er mit Fußsteuer auch oft genug gebraucht wird, damit das Boot nicht wieder in der Versenkung verschwindet und hoffe, dass wir in absehbarer Zeit auch wieder im Kilometerfresser über's Wasser gleiten können.

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