Mosel-Wochenende
aus Messingdolle
Moselwanderfahrt nach Treis-Karden vom 23.10.09 bis 25.10.09
Unsere letzte Wanderfahrt in diesem Jahr ging nach Treis-Karden an die Mosel.
Neun Ruderer trafen sich am Donnerstag vor der Abfahrt für die letzten Vorbereitungen. Die Boote mussten wie üblich abgeriggert und der Hänger beladen werden. Wir erlebten alle eine schöne Überraschung. Sebastian, der gar nicht mitfuhr, hatte schon fast alle Ausleger abgeschraubt, so dass für uns nicht mehr viel zu tun übrig blieb. Der Rest war schnell geschehen.
Unsere Wanderfahrt begann am nächsten Tag. Reisetaschen, Essen und Getränke wurden im Bus verstaut und ab ging die Fahrt. Beate saß am Steuer. Die anderen konnten derweil dösen und relaxen. Nach ein paar kleineren Staus kamen wir abends im Gasthaus Gräf, Treis-Karden, an. Wir wurden alle in einem großen Saal untergebracht. Bevor wir Essen gingen, wurden die „Betten“ gemacht, d.h. die Luftmatratzen aufgeblasen und die Schlafsäcke ausgerollt. Unser Restaurant war die Pizzeria „La Mula“. Gut gesättigt gingen nach dem Essen zwei Drittel der Mannschaft in ihre „Kojen“, während der Rest weiterzog und zu einem Weintrunk bei „Otto Kaup“ einkehrte.
Am nächsten Morgen trafen wir uns alle zum Frühstück, das nicht nur lecker, sondern auch sehr umfangreich war. So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Ediger-Eller, dem Startpunkt unserer ersten Ruderetappe (34km). Ediger-Eller ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell. Neben dem steilsten Weinberg Europas und der einzigen Glaubersalztherme Deutschlands befindet sich mit dem Kaiser-Wilhelm-Tunnel auch einer der längsten Eisenbahntunnel Deutschlands im Kreis. Das Wetter war schon beim Einsetzen der Boote richtig gut. Und so wurde fleißig gerudert. Gegen Mittag erreichten wir den Steg des Cochemer Rudervereins, wo wir unsere Mittagspause verbringen wollten. Mit herrlichem Blick auf Burg Cochem wurden von uns allen die mitgebrachten Brote und der Kuchen gegessen. Die Burg Cochem wurde 1689 im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges zerstört und blieb lange Zeit eine Ruine, ehe sie 1868 von dem Berliner Kaufmann Jakob Louis Ravené für 300 Goldmark gekauft und im neugotischen Stil wieder aufgebaut wurde. Wir genossen noch ein bisschen die Sonne und das süße Nichtstun, bevor wir zufrieden nach Treis-Karden zurückruderten.
Im Gasthaus angekommen, machten wir uns für das Abendessen fertig. Wir bekamen Besuch von den beiden Mechthilds, Arne und Stefan. Zum Abendessen blieben wir im Gasthaus und haben Zwiebelkuchen gegessen. Anschließend ging es in eine Straußwirtschaft und bei einem Gläschen Wein (oder auch zwei) wurde viel geplaudert, gelacht und Doppelkopf gespielt. Irgendwann haben alle in dieser Nacht ihr Bett gefunden.
Am Sonntagmorgen frühstückten wir gemeinsam. Beide Mechthilds, Stefan und Klaus (dafür blieb Arne) verabschiedeten sich und fuhren wieder nach Hause. Wir anderen packten unsere Rudersachen, luden sie in den Bus und machten uns dann auf den Weg zu unserer zweiten Ruderetappe. Wir wollten heute von Treis-Karden nach Koblenz rudern (37km). Das Wetter war traumhaft, fast noch schöner als gestern, und so starteten wir bei Sonnenschein und einigen vorbeiziehenden Nebelschwaden. Das Rudern machte uns unter diesen Bedingungen besonders großen Spaß. Unsere Mittagspause verbrachten wir im Hafen von Winningen, im Schatten der höchsten Autobahnbrücke Deutschlands. Alsbald bestiegen wir wieder die Boote um die restlichen Kilometer bis nach Koblenz zu rudern, denn wir wollten bei Zeit wieder in Köln sein. In Koblenz angekommen, wurde dann auch alles schnell verpackt und verstaut. Abgesehen von ein paar Staus kamen wir wie vorgenommen rechtzeitig am Stammheimer Bootshaus an.
Bevor wir alle auseinander gingen, waren wir uns einig: Es war wieder einmal eine sehr schöne Wanderfahrt, mit super Wetter und wie immer viel zu kurz.
Christian
