Pfingstwanderfahrt Saar

aus Messingdolle

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Pfingstwanderfahrt Saar: Voll im Trend

Was? - Kinder- und Jugendwanderfahrt
Wo? - SMS (Saar-Mosel-Sauer)
Wann? - 29.05. - 02.06.2009
Wie? - rudern und segeln


Nicht mehr und nicht weniger Leute als auf dem Aushang Platz hatten, nahmen teil, nämlich zwölf. Mit den guten Erfahrungen der Pfingswanderfahrt des letzten Jahres machten wir uns auch jetzt wieder Richtung Südwesten auf, um innerhalb von ca. 3 Stunden Fahrzeit möglichst viele verschiedene Autobahnen zu befahren um nur ja nicht in einen Feiertags-Stau zu gelangen.
Dies glückte und gegen 19.30 Uhr erreichten wir mit dem Vereinsbus und Hänger, Guido's Auto plus Hänger und Mattes' fahrbarem Untersatz unseren Hauptstandort für die nächsten gut 4 Tage: Saarburg. Nachdem die Schlüsselübergabe für die Bootshalle, die auch "Bad und WC" beinhaltet, erfolgt war, wurden rasch die Zelte aufgebaut, bzw. zunächst vielmehr darüber diskutiert, wer denn jetzt mit wem in welchem Zelt schläft und welche mitgenommenen Zelte wir nicht aufzubauen brauchen. Nachdem wir dann viele Zelte aufgebaut hatten (natürlich mit Ausnahme des Zeltes, welches wir auf jeden Fall aufbauen wollten) und nach weiteren Änderungen in der "Hausierungsplanung" gingen wir zum Abendessen über, welches schon fast traditionell aus Kartoffeln und Würstchen bestand. Alsbald kehrte unsere Nachtruhe ein, von der wir uns aber erhofft hatten, dass sie den Geräuschpegel soweit senkte, dass man ruhig schlafen kann. Leider standen wir mit dieser Hoffnung ziemlich alleine da, denn in dieser und auch in folgenden Nächten machte die Saarburger Jugend klar, dass sie da anderer Meinung waren.

Nach dem Frühstück am Samstag ging es nach Dillingen zum Startpunkt der ersten Etappe. Dort angekommen waren wir aber beileibe nicht die einzigen, die dort ihre Rudertour beginnen wollten. So machten wir zum ersten und nicht letzten Mal Bekanntschaft mit den Ruderkollegen von Blau-Weiß Worms. Durch diese mehr als geringfügige Verzögerung im Betriebsablauf war es dann schließlich 12.30 Uhr, ehe wir Günter Kraus, Mosel und Hera zu Wasser gelassen hatten. Wir verzichteten auf die obligatorische Mittagspause um nicht allzu spät in Dreisbach anzukommen. Die Schleuse Rehlingen war auch gleich ein Vorgeschmack auf das, was wir auch bei den folgenden Schleusen in puncto Höhendifferenz erwarten konnten: Weniger als 15 Meter waren eher selten. Vorbei an sehr reizvollen Landschaften ruderten wir zum Schlusspunkt der heutigen Etappe. Die Wormser hatten wir zwischendurch überholt und nutzten die am "Olympiastützpunkt Dreisbach" vorhandenen Stellagen zum Ablegen der Boote über Nacht. Schon bald nach der Wiederankunft in Saarburg stießen Daniel B., Stefan und Sascha zu uns, die auf einer Radtour entlang der Saar unterwegs waren. Nach der Stärkung am Abend ging ein Großteil von uns in den Ort, um uns etwas umzusehen und dabei u.a. den "Wasserfall" des Mühlenbachs mitten im Ort zu bestaunen.

Kurz bevor wir am Sonntag zur zweiten Etappe aufbrachen, verabschiedeten wir die 3 Radfahrer wieder und fuhren nach Dreisbach, um weiter zu rudern. Dieses Vorhaben wurde aber zunächst empfindlich gestört durch...Na? Genau die Wormser mal wieder. Und da das auch nach eigenem Bekunden noch was dauerte, setzten wir uns zurück in Bus und Auto um zur berühmten Aussichstsplattform ganz in der Nähe zu fahren: der Saarschleife. Nachdem wir den Parkplatz dazu gefunden hatten, waren wir aber etwas in unserer Freiheit eingegrenzt, da ein Radrennen genau dort startete und wir uns erstmal nur um die Absperrung herum fortbewegen konnten. Nachdem wir (im Rahmen unserer Begeisterungsfähigkeit) die startenden Radfahrer angefeuert hatten, durften wir endlich durch die Absperrung zum Aussichtspunkt, um dort unseren Besuch natürlich auf einem Gruppenfoto festzuhalten (-> bald in der Fotogalerie). Nun war es auch wieder später Vormittag, ehe wir auf dem Wasser waren und die Saarschleife beruderten. Nach wenigen Kilometern erreichten wir die Schleuse Mettlach, an der wir etwas warten mussten. So gab dies Gelegenheit das Schleusengelände näher zu erforschen und den an der Saarschleife gestarteten und auch hier vorbeikommenden Radrennfahrern sachdienliche Hinweise zu geben, wie bspw. Moritz dies tat: "Ey Mann, Hände an den Lenker!"
Auch an den folgenden Tagen, aber insbesondere heute, schlängelten wir uns auf der Saar um so viele Kurven, dass der mäßig bis stark wehende Wind uns immer wieder einlud bei gegebenen Verhältnissen mit den Skulls die "Segel zu setzen". Hierbei konstruierte Sebastian B. aus 2 Piddelhaken und einer Jacke sowie einem Pullover ein zusätzlich Segel, welches bisweilen kräftigen Anschub gab.
Vorbei an der Landesgrenze Saarland/Rheinland-Pfalz und kurze Zeit später am mächtigen Quarzit-Steinbruch in Taben erreichten wir die zweite und letzte Schleuse des heutigen Tages in Serrig. Und dreimal geraten wen wir dort antrafen? Völlig überraschend die Wormser, die offensichtlich ihre Mittagspause vor die Schleuse gelegt hatten und jetzt -wie wir auch- schleusen wollten. Wir überlegten mehr oder weniger kurz, ob denn nun die kleine oder große Schleuse für uns in Frage käme und nachdem der Schleusenwärter irgendetwas über die Lautsprecheranlage murmelte, entschied man sich für die große Schleuse um dann nachdem alle Ruderboote Kurs genommen hatten, doch in die Kleine geschickt zu werden. Dort angekommen ließ der Schleusenwärter seiner Begeisertung darüber freien Lauf, dass entweder wir oder wir uns die Wormser uns nicht für eine Schleusung angemeldet hätten. Trotzdem ging es für uns alle auf diesem Wege ein paar Meter tiefer und anschließend war Mittagspause angesagt.
Die letzten Kilometer bis Saarburg legten wir anschließend mit teilweise ziemlich zügigem Tempo zurück und konnten vor Ort die Boote quasi direkt vor unserem Zeltplatz aus dem Wasser nehmen, wo die Wormser ihre Boote schon zwischen Zeltplatz und Bootshalle platziert hatten.
Ab hier zeigte sich auch ein neuer Weg für den Fahrtenleiter, seine mitgereisten Teilnehmer für zunächst gewisse Obstsorten, folgend für fast alle Nahrungsmittel zu gewinnen, damit nichts übrig bleibt: Man erklärt das scheinbar übrig bleibende Objekt zum Trend-Produkt und motiviert so die lustlos wirkenden Tischnachbarn sich nicht gegen den Trend zur Wehr zu setzen. Bis zum Ende der Wanderfahrt wurde alles, was auch nur den kleinsten Anschein hatte, nicht vollständig verzehrt zu werden, umgehend zum Trend-Produkt erklärt, was um der Vielfalt willen noch im Laufe der restlichen Tage um Exklusiv- und Exquisite-Produkte erweitert wurde.
Abends reichte das Gas so gerade noch, um auf dem Campingkocher das Abendessen zuzubereiten. Alle weiteren Versuche, am Rest des Tages noch irgendwoher Nachschub zu erlangen, blieben erfolglos. Später statteten wir zum Großteil noch der inzwischen schon beleuchteten Saarburg einen Besuch ab, um den Ausblick über Ort und alles drumherum zu genießen.

Der Pfingsmontag begann nicht so ganz wie immer, schließlich hatten wir ja kein Gas mehr und so konnten wir dann keine Eier kochen und erstmal auch keinen Kaffee oder Tee. Beate allerdings ging bei nebenanliegendem Hotel-Restaurant heißes Wasser schnorren und so gab es dann doch noch Heißgetränke zum Frühstück. Die heutige sehr kleine Etappe führte uns nach Konz zur Mündung der Saar in die Mosel, wobei wir uns morgens beeilten, um noch rechtzeitig vor den Wormsern los zu kommen. Ohne große Wartezeit an der Schleuse Kanzem waren wir bereits mittags in Konz und entsprechend auch früh wieder in Saarburg. Das größere Zeitfenster bis zum Abendessen wurde insbesondere zum Schwimmen in der Saar genutzt. Am Abend ging es nochmal auf die Burg, um auch mal bei noch unbeleuchtetem Gemäuer die Sicht genießen zu können.

In Konz holten wir Dienstag schon verhältnismäßig früh die Boote aus dem "Käfig", in dem wir sie über Nacht liegen lassen durften, und ruderten auf der Mosel Richtung Wasserbillig (Luxemburg). Dort machten wir einen kleinen Abstecher in die Sauer, um aber alsbald wieder den Weg zurück anzutreten. Wir verluden und verstauten nach der Ankunft in Konz alles ordnungsgemäß in den Hängern und fuhren zurück nach Saarburg, wo wir unsere Zelte abbrachen und nach dem Resteverzehr die Heimreise antraten. Am frühen Abend fanden wir uns alle wieder am Bootshaus in Stammheim ein und beendeten die Wanderfahrt wie immer nach dem Putzen und Aufriggern der Boote.

Und hier wie immer noch einige Stichpunkte für Insider:

  • Worms ist ein Kaff
  • alles Scheiße
  • Ist noch was von der Trend-Überlebenswurst da?
  • Ich geh' mit meiner Laterne...
  • kompatibler Knust



Matthias

Teilnehmer: Johannes Langenfeld, Sebastian Bothe, Jonas Boll, Niklas Friedel, Guido Leutz, Moritz Bößert, Antonia Loer, Florian Kaulhausen, Beate Ockelmann, Sebastian Haase, Christian G., Matthias Lehmann

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