Werra 2008

aus Messingdolle

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Jugendwanderfahrt Werra

Frühling. Die Sonne scheint, die Vögel singen und die Kirschbäume blühen. Aber du musst arbeiten, studieren, lernen. Zum Glück gibt es im Mai die Feiertage. Über den ersten Mai an die Werra. Und das heißt raus, weg, ins Freie - rudern.

Der Fluss mit seiner ländlichen Idylle, du fragst dich, ist das Deutschland? Diese Dörfer, diese Wälder und Wiesen, diese Ruhe – und tauchst ein in ein anderes Leben. Einen anderen Rhythmus, konzentrierst dich auf den Schlag, bringst das Boot nach vorne. Du spürst deine Muskeln, merkst, wie sich der Schweiß mit der Sonnencreme vermischt. Später liegst du im Boot, wirst sanft hin und her geschaukelt, über dir der blaue Himmel unter dir das Wasser.

Und dann kommt es zu Begegnungen. Wie dieses Jahr mit der Benrather Jugend, mit der wir im Laufe der Tage so einiges geteilt haben: Sie hatten Nudelsalat, wir einen Topf, um ihre Kartoffeln zu kochen. Gemeinsam haben wir den Abend mit Doppelkopfkarten und Kicker gestaltet und dabei gemerkt, dass Benrath und Stammheim näher beieinander liegen als Düsseldorf und Köln. Selbstredend, dass wir in den nächsten Tagen gemeinsam umgetragen haben und auch auf dem Wasser zusammen Spaß hatten.

Am letzten Tag trennten sich unsere Wege, die Benrather wollten 80 km Wesermarathon mitrudern und wir ließen die Fahrt gemächlicher ausklingen, um dann schon mittags durchs Weserbergland wieder zurück nach Hause zu fahren.

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                                                                             Mechthild Langenfeld
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